Master Classics

Im MA Classics werden die Stärken der fachlichen Spezialisierung in den klassischen Altertumswissenschaften – wie sie in Heidelberg durch die Einzeldisziplinen exzellent vertreten sind – bewahrt und durch einen ganzheitlichen, interdisziplinären und vergleichenden Zugang zu den Kulturen des antiken Griechenlands, Roms und angrenzender Regionen ergänzt. Die Studierenden erhalten eine fundierte Ausbildung im gewählten Profilbereich, die zur Promotion befähigt, und entwicklen zugleich eine breite interdisziplinäre Perspektive. So können sie komplexe Forschungsfragen multiperspektivisch und methodisch reflektiert bearbeiten.

Der MA Classics kann in sechs verschiedenen Profilbereichen studiert werden:

  • Alte Geschichte
  • Byzantinische Archäologie und Kunstgeschichte
  • Gräzistik
  • Klassische Archäologie
  • Latinistik
  • Papyrologie und Grundwissenschaften

Jeder Profilbereich verfolgt spezifische, auf den Studiengang abgestimmt Qualifikationsziele. Die Module bieten eine disziplinäre Vertiefung und sichern die Promotionsfähigkeit. Das interdisziplinäre Grundkonzept spiegelt sich in gemeinsamen Lehrveranstaltungen über die Fächergrenzen hinweg wider.

ALLGEMEINE INFORMATIONEN IM ÜBERBLICK

  • Studienabschluss: Master of Arts
  • Bewerbungsverfahren: Zulassungsbeschränkt
  • Studienbeginn: Nur zum Wintersemester
  • Bewerbungszeitraum: 1. April bis 30. September
  • Regelstudienzeit: 4 Semester
  • Sprachnachweise: Latinum und Graecum (eine Sprache bei Einschreibung verpflichtend, der Nachweis der anderen Sprache kann innerhalb des ersten Studienjahres nachgereicht werden) sowie Kenntnisse in Englisch (mind. B2) und einer weiteren modernen europäischen Fremdsprache (mind. B1)
  • Sonstiges: 100%; konsekutiv; Voll- und Teilzeit
  • Nebenfach: Im Umfang von 20 LP in allen Profilbereichen möglich
  • Lehrsprache: Deutsch, Englisch

    Bewerbungsportal

AUFBAU DES STUDIUMS

Der MA Classics kombiniert forschungsorientierte Lehre mit einem starken interdisziplinären Profil. Die Studierenden wählen bereits bei der Bewerbung einen Profilbereich, in dem sie Module im Umfang von 51 LP absolvieren und die Masterarbeit (30 LP) sowie eine mündliche Prüfung (4 LP) ablegen. Ergänzt wird dieser Bereich durch gemeinsame interdisziplinäre Module im Umfang von 35 LP.

Innerhalb des strukturierten und modular aufgebauten Studiengangs bietet die Stundenplangestaltung ein hohes Maß an Flexibilität. Sie schafft Freiräume für ein forschungsgeleitetes Studium und ermöglicht eine gezielte Nutzung des breit gefächerten Lehrangebots der Universität Heidelberg. 

Neben der Interdisziplinarität setzt der MA Classics weitere inhaltliche Schwerpunkte. Die in Heidelberg etablierte weite perspektive der Altertumswissenschaften prägt auch diesen Studiengang und erlaubt zeitgemäße Schwerpunkte in Bezug auf Theorien und Methoden. Diese Theorieoffenheit steht dabei nicht im Widerspruch zu fundierter Quellenarbeit – im Gegenteil: Papyrologie, Numismatik und ganz besonders griechische und lateinische Epigraphik sind in Heidelberg forschungsnah und in außergewöhnlicher Breite in die Lehre integriert. Darüber hinaus stärkt der MA Classics durch praxisorientiere Elemente – etwa in den Bereichen Museologie, Wissenschaftskommunikation, Feldarchäologie oder Digital Humanities – die berufliche Qualifikation auch jenseits der klassischen akademischen Laufbahn.

BERUFSCHANCEN UND -FELDER

Als Absolvent*innen erwerben Sie die Fähigkeit zum kritischen und reflektierten Denken in historischen Kategorien und Zusammenhängen sowie Wissen zu ausgewählten Spezialgebieten. Sie erhalten vertiefte Kenntnisse in die einzelnen alterumswissenschaftlichen Bereichen und sind in der Lage, unter professioneller Begleitung eigene Forschungsprojekte zu erarbeiten und durchzuführen. 
Damit sind Sie auch zur Arbeit an außeruniversitären Forschungs-, Bildungs- und Kultureinrichtungen befähigt. Das umfassende Studium, die kritische Auseinandersetzungen mit antiken Monumenten, Quellen und Forschungsliteratur sowie die Fähigkeit zur Selbstreflexion ermöglichen den Absolvent*innen auch den Einstieg in fachfremde und außeruniversitäre Berfusfelder wie Journalismus, Unternehmensberatung, Verlagswesen, Museen und Kultureinrichtungen, Politikberatung, Politische Institutionen und NGOs oder den öffentlichen Dienst.