MA Classics - Profilbereich Byzantinische Archäologie und Kunstgeschichte
Die Byzantinische Archäologie und Kunstgeschichte ist die Wissenschaft von der gegenständlich erfassbaren Hinterlassenschaft der spätantiken (ab 3. Jh. n. Chr.) und der byzantinischen Kultur (bis zur Eroberung Konstantinopels im Jahr 1453 n. Chr.). Es ist die Epoche, in der durch politische und religiöse Umbrüche die römische Kaiserzeit zuende geht und nach dem Niedergang Roms mit Konstantinopel das Zentrum eines neuen Imperiums entsteht, des Byzantinischen Reiches, das bis zu seinem Untergang Nachbar und Rivale des Abendlandes in Politik und Kultur bleibt. Schwerpunkte der Ausbildung in Heidelberg sind die spätantik-frühbyzantinische und die mittelbyzantinische Zeit.
Im MA Classics werden die Stärken der fachlichen Spezialisierung in den klassischen Altertumswissenschaften – wie sie in Heidelberg in den Einzeldisziplinen exzellent vertreten sind – bewahrt und durch einen ganzheitlichen, interdisziplinären und vergleichenden Zugang zu den Kulturen des antiken Griechenlands, Roms und angrenzender Regionen ergänzt. Die Studierenden erhalten eine fundierte Ausbildung im gewählten Profilbereich, die zur Promotion befähigt, und entwickeln zugleich eine breite interdisziplinäre Perspektive. So können sie komplexe Forschungsfragen multiperspektivisch und methodisch reflektiert bearbeiten.
Jeder Profilbereich verfolgt spezifische, auf den Studiengang abgestimmte Qualifikationsziele. Die Module bieten eine disziplinäre Vertiefung und sichern die Promotionsfähigkeit. Das interdisziplinäre Grundkonzept spiegelt sich in gemeinsamen Lehrveranstaltungen über Fächergrenzen hinweg wider.

FACHSPEZIFISCHE QUALIFIKATIONSZIELE
Absolvent*innen des Profilbereichs Byzantinische Archäologie und Kunstgeschichte im Rahmen des Masterstudiengangs Classics besitzen fundierte Kenntnisse über die materielle Kultur und Kunst des Byzantinischen Reiches sowie seiner Nachbarregionen. Sie verfügen über Methodenkompetenz in der Analyse und Interpretation byzantinischer Befunde und Funde, Architektur, Skulpturen, Malerei und anderer Kunstwerke. Sie sind in der Lage, diese in ihren historischen, religiösen und sozialen Kontexten zu verstehen und die Verbindungen zu anderen kulturellen Traditionen zu erkennen. Zudem sind sie fähig, aktuelle theoretische Ansätze aus der Archäologie, Kunstgeschichte und den Kulturwissenschaften auf byzantinische Artefakte und Kontexte anzuwenden, um komplexe kulturhistorische Fragestellungen zu bearbeiten. Die Absolvent*innen können eigenständig wissenschaftliche Fragestellungen zur Byzantinischen Archäologie und Kunstgeschichte erarbeiten und dazu beitragen, dieses Forschungsgebiet interdisziplinär zu erweitern.

